Augengymnastik

Fokus & Zusammenspiel

Farbfokus

Das Ziel wechselt die Farbe – folgen Sie ihm, nennen Sie die Farbe leise und halten Sie den Blick ruhig.

  • 60 Sekunden
  • Leicht

Setzen Sie sich etwa eine Armlänge vom Bildschirm entfernt. Halten Sie den Kopf still und bewegen Sie nur die Augen.

Bei der Farbfokus-Übung sehen Sie ein Ziel, das in regelmäßigen Abständen die Farbe wechselt – zwischen Blau, Rot, Grün und Gelb. Folgen Sie dem Ziel mit den Augen, nennen Sie die jeweilige Farbe leise im Kopf und halten Sie den Blick so ruhig und stabil wie möglich darauf gerichtet. Der Kopf bleibt dabei still, eine Blinzel-Erinnerung erscheint zwischendurch.

Im Mittelpunkt steht die ruhige Fixation: die Fähigkeit, den Blick stabil auf einem Punkt zu halten, ohne abzuschweifen. Das stille Benennen der Farben bindet zusätzlich die Aufmerksamkeit und macht die Übung zu einem kleinen Konzentrationstraining. Viele empfinden die Übung als sammelnd, ähnlich einer kurzen Achtsamkeitsübung für die Augen. Sie passt gut zwischen bewegungsreiche Übungen wie die Blicksprünge und entspannende Elemente wie das Palmieren.

Wenn Ihnen einzelne Farben schwer unterscheidbar erscheinen, kann eine angeborene Farbsehschwäche dahinterstecken – mehr dazu im Ratgeber Farbenblindheit. Die Übung trainiert das Farbsehen selbst nicht und verändert keine Fehlsichtigkeit. Sie ist eine ruhige Konzentrationsübung.

So geht’s

  1. Setzen Sie sich bequem in normalem Abstand vor den Bildschirm.
  2. Starten Sie die Übung und richten Sie den Blick auf das Ziel.
  3. Folgen Sie dem Ziel ruhig mit den Augen, der Kopf bleibt still.
  4. Nennen Sie bei jedem Wechsel die neue Farbe leise im Kopf.
  5. Halten Sie die Fixation stabil, ohne zu starren – blinzeln Sie bei der Erinnerung.
  6. Schließen Sie am Ende die Augen und atmen Sie tief aus.

Wobei es hilft

  • Übt eine ruhige, stabile Fixation
  • Bindet die Aufmerksamkeit durch das stille Benennen
  • Sammelnde, achtsamkeitsähnliche Pause
  • Einfach und für alle Altersgruppen geeignet

Tipps

  • Kinder können die Farben laut nennen – das macht ein Spiel daraus.
  • Schalten Sie Farbfilter wie den Nachtmodus während der Übung aus.
  • Starren vermeiden: ruhig hinschauen und regelmäßig blinzeln.

Achtung: Bei Kopfschmerzen oder brennenden Augen pausieren. Wenn Sie Farben neu oder plötzlich anders wahrnehmen, lassen Sie dies augenärztlich abklären, denn das kann auf eine Erkrankung hinweisen.

Häufig gestellte Fragen

Kann die Übung mein Farbsehen verbessern?

Nein. Angeborene Farbsehschwächen lassen sich nicht trainieren. Die Übung dient der Konzentration und Fixation.

Warum soll ich die Farbe benennen?

Das stille Benennen bindet die Aufmerksamkeit und verhindert, dass der Blick und die Gedanken abschweifen.

Ich verwechsle zwei Farben – was bedeutet das?

Das kann an den Bildschirmeinstellungen liegen oder auf eine Farbsehschwäche hinweisen. Ein Farbsehtest gibt erste Hinweise.