Augengymnastik

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Grüner Star (Glaukom): Ursachen, Früherkennung und Therapie

Das Glaukom schädigt den Sehnerv oft jahrelang unbemerkt. Erfahren Sie, wer gefährdet ist, wie die Früherkennung funktioniert und welche Behandlungen das Sehen erhalten.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit Redaktion

Der Grüne Star (Glaukom) ist eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv langsam und dauerhaft geschädigt wird. Der Sehnerv leitet die Informationen von der Netzhaut ans Gehirn weiter. Gehen seine Nervenfasern zugrunde, entstehen Ausfälle im Gesichtsfeld – zunächst am Rand, später auch im Zentrum. Das Tückische: Bei der häufigsten Form spüren Betroffene über Jahre nichts. Weder Schmerzen noch ein rotes Auge warnen, und das Gehirn füllt die Lücken im Gesichtsfeld geschickt auf. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört das Glaukom weltweit zu den führenden Ursachen für irreversible Erblindung.

Die gute Nachricht: Wird das Glaukom früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich das Fortschreiten in den allermeisten Fällen stark verlangsamen, sodass Betroffene ein Leben lang ausreichend sehen. Bereits verlorene Sehnervenfasern kommen jedoch nicht zurück. Deshalb ist die Früherkennung so entscheidend. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Glaukomformen, die Rolle des Augeninnendrucks, wer ein erhöhtes Risiko hat, wie die Vorsorge funktioniert und welche Behandlungen es gibt – inklusive der Warnzeichen eines akuten Glaukomanfalls.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Glaukom wird der Sehnerv fortschreitend geschädigt; verlorene Sehkraft ist nicht wiederherstellbar.
  • Das häufige Offenwinkelglaukom verläuft lange ohne Beschwerden – nur Vorsorgeuntersuchungen decken es früh auf.
  • Ein erhöhter Augeninnendruck ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor, aber auch bei normalem Druck kann ein Glaukom entstehen.
  • Die Behandlung senkt den Augendruck: mit Tropfen, Laser (zum Beispiel SLT) oder Operation.
  • Ein akuter Glaukomanfall mit starken Schmerzen, rotem Auge, Sehverschlechterung und Übelkeit ist ein Notfall.

Wie entsteht ein Glaukom?

Im vorderen Teil des Auges wird ständig eine klare Flüssigkeit gebildet, das Kammerwasser. Es versorgt Linse und Hornhaut mit Nährstoffen und fließt über den Kammerwinkel – den Winkel zwischen Regenbogenhaut und Hornhaut – durch ein feines Gewebe, das Trabekelwerk, wieder ab. Das Gleichgewicht zwischen Produktion und Abfluss bestimmt den Augeninnendruck. Ist der Abfluss gestört, steigt der Druck und belastet die empfindlichen Nervenfasern am Sehnervenkopf (Papille). Zusätzlich spielen die Durchblutung des Sehnervs und eine individuelle Empfindlichkeit eine Rolle. Einen Überblick über die Strukturen des Auges bietet unser Beitrag Anatomie des Auges.

Die wichtigsten Formen im Vergleich

MerkmalOffenwinkelglaukomWinkelblockglaukom
Häufigkeit in EuropaMit Abstand am häufigstenSeltener, häufiger bei Menschen ostasiatischer Herkunft
MechanismusKammerwinkel offen, aber Abfluss durch das Trabekelwerk erschwertRegenbogenhaut verlegt den Kammerwinkel, Abfluss blockiert
VerlaufSchleichend über JahreChronisch oder plötzlich als akuter Anfall
BeschwerdenLange keineBeim Anfall starke Schmerzen, rotes Auge, Nebelsehen, Übelkeit
RisikogruppenÄltere Menschen, familiäre Belastung, starke KurzsichtigkeitWeitsichtige, Frauen, höheres Alter, kleine Augen

Primäres Offenwinkelglaukom

Diese Form macht in Europa die große Mehrheit aller Glaukome aus. Der Kammerwinkel ist anatomisch offen, das Abflussgewebe arbeitet aber zunehmend schlechter. Der Augendruck steigt langsam, der Sehnerv wird über Jahre geschädigt. Typischerweise sind beide Augen betroffen, oft unterschiedlich stark.

Winkelblockglaukom

Hier liegt die Regenbogenhaut so nah an der Hornhaut, dass sie den Abfluss mechanisch verlegen kann. Gefährdet sind vor allem Menschen mit kurzen, weitsichtigen Augen und mit zunehmendem Alter, weil die wachsende Linse die Regenbogenhaut nach vorne drückt. Mehr über Weitsichtigkeit lesen Sie unter Hyperopie. Ein Winkelblock kann chronisch verlaufen oder sich plötzlich als akuter Anfall äußern.

Normaldruckglaukom

Bei einem Teil der Betroffenen entsteht der typische Sehnervenschaden, obwohl der gemessene Augendruck im statistischen Normalbereich liegt. Vermutet werden eine erhöhte Empfindlichkeit des Sehnervs, Durchblutungsstörungen, ein niedriger Blutdruck vor allem nachts, Migräne oder Gefäßkrämpfe. Auch hier ist die Drucksenkung die Behandlung mit dem besten Wirksamkeitsnachweis – nur eben auf ein noch niedrigeres Zielniveau.

Sekundäre und kindliche Glaukome

Ein Glaukom kann auch als Folge anderer Ursachen auftreten, etwa nach Verletzungen, bei Entzündungen im Auge wie einer Uveitis, durch Pigment- oder Pseudoexfoliationsablagerungen, bei fortgeschrittener Zuckerkrankheit oder durch langfristige Kortisonanwendung. Sehr selten sind angeborene Glaukome bei Säuglingen, die sich durch auffallend große, lichtscheue und tränende Augen bemerkbar machen können.

Augeninnendruck: Was ist normal?

Der Augeninnendruck wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben. Als statistischer Normbereich gelten etwa 10 bis 21 mmHg. Dieser Wert ist aber nur ein Anhaltspunkt:

  • Manche Menschen haben einen erhöhten Druck, ohne je einen Sehnervenschaden zu entwickeln (okuläre Hypertension). Sie werden engmaschig kontrolliert und je nach Risikoprofil behandelt.
  • Andere entwickeln bei normalem Druck ein Glaukom (Normaldruckglaukom).
  • Der Messwert hängt auch von der Hornhautdicke ab: Eine dicke Hornhaut lässt den Druck höher erscheinen, eine dünne niedriger. Deshalb wird die Hornhautdicke oft mitgemessen.
  • Der Druck schwankt im Tagesverlauf; eine einzelne Messung kann daher Höchstwerte verpassen.

Aus diesem Grund reicht die Druckmessung allein für die Glaukomdiagnose nicht aus. Entscheidend ist die Beurteilung des Sehnervs und des Gesichtsfelds.

Die stille Gefahr: Warum das Glaukom so lange unbemerkt bleibt

Beim Offenwinkelglaukom gehen zuerst Nervenfasern verloren, die für das äußere Gesichtsfeld zuständig sind. Das scharfe zentrale Sehen bleibt lange erhalten, Lesen und Fernsehen funktionieren normal. Da beide Augen sich gegenseitig ergänzen und das Gehirn Lücken auffüllt, fallen Ausfälle im Alltag kaum auf. Erst wenn schon ein großer Teil der Fasern verloren ist, bemerken Betroffene Probleme: Sie stoßen an Türrahmen, übersehen Stufen oder Fahrzeuge, die von der Seite kommen. Dann ist der Schaden bereits erheblich und dauerhaft.

Ein Online-Test kann eine Glaukomuntersuchung nicht ersetzen. Unser Test für das periphere Sehen dient der Orientierung – frühe Glaukomschäden lassen sich damit aber nicht zuverlässig ausschließen.

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

  • Alter: Das Risiko steigt ab etwa 40 Jahren deutlich an.
  • Familiengeschichte: Haben Eltern oder Geschwister ein Glaukom, ist Ihr Risiko erhöht. Hintergründe dazu im Artikel Familiengeschichte und Augenrisiko.
  • Erhöhter Augeninnendruck und eine dünne Hornhaut.
  • Herkunft: Menschen afrikanischer Herkunft erkranken häufiger und früher am Offenwinkelglaukom, Menschen ostasiatischer Herkunft häufiger am Winkelblockglaukom.
  • Starke Kurzsichtigkeit (Offenwinkel) oder Weitsichtigkeit (Winkelblock).
  • Diabetes, Bluthochdruck oder sehr niedriger Blutdruck, Migräne und Schlafapnoe werden als Begleitfaktoren diskutiert.
  • Langfristige Kortisontherapie, auch als Augentropfen, Spray oder Creme im Gesichtsbereich.

Früherkennung und Diagnose

Da Beschwerden fehlen, ist die augenärztliche Vorsorge der Schlüssel. Fachgesellschaften wie der Berufsverband der Augenärzte empfehlen ab dem 40. Lebensjahr eine Glaukomvorsorge, bei Risikofaktoren früher und häufiger. In Deutschland ist die Früherkennungsuntersuchung ohne konkreten Verdacht meist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die selbst bezahlt wird; besteht ein begründeter Verdacht oder Risiko, übernimmt die Kasse die Diagnostik. Wie oft Kontrollen sinnvoll sind, erläutert unser Artikel Wie oft zur Augenuntersuchung?.

Diese Untersuchungen kommen zum Einsatz

  1. Beurteilung des Sehnervenkopfs an der Spaltlampe, oft bei erweiterter Pupille. Die Größe der zentralen Aushöhlung (Exkavation) ist ein wichtiges Zeichen.
  2. Augeninnendruckmessung (Tonometrie), meist mit einem kleinen Messkörperchen nach Betäubungstropfen oder mit einem Luftstoß.
  3. Hornhautdickenmessung (Pachymetrie) zur richtigen Einordnung des Druckwerts.
  4. Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie): Sie drücken einen Knopf, sobald Sie Lichtpunkte in verschiedenen Bereichen wahrnehmen.
  5. Optische Kohärenztomografie (OCT): Ein Scan misst die Dicke der Nervenfaserschicht sehr genau und hilft, Veränderungen im Verlauf zu erkennen.
  6. Gonioskopie: Mit einem Kontaktglas wird der Kammerwinkel betrachtet, um offene von engen Winkeln zu unterscheiden.

Behandlung: Den Augendruck gezielt senken

Ziel jeder Glaukomtherapie ist es, den Augendruck auf einen individuellen Zieldruck zu senken, bei dem der Sehnerv voraussichtlich keinen weiteren Schaden nimmt. Dieser Zieldruck hängt vom Ausgangsdruck, vom bisherigen Schaden, vom Alter und weiteren Faktoren ab und wird regelmäßig überprüft.

Augentropfen

Tropfen sind bei vielen Patienten die erste Wahl. Es gibt verschiedene Wirkstoffgruppen, die entweder den Abfluss des Kammerwassers verbessern oder seine Produktion verringern. Dazu zählen Prostaglandin-Analoga, Betablocker, Carboanhydrasehemmer, Alpha-2-Agonisten und neuere Substanzklassen; häufig werden Kombinationspräparate eingesetzt. Welche Tropfen in welcher Häufigkeit passen, entscheidet Ihre Augenärztin oder Ihr Augenarzt. Wichtig sind die regelmäßige Anwendung ohne Pausen und die richtige Tropftechnik; praktische Tipps finden Sie in unserem Ratgeber Augentropfen richtig anwenden. Mögliche Nebenwirkungen wie gerötete Augen, verlängerte Wimpern oder bei Betablockern Auswirkungen auf Herz und Atmung sollten Sie ansprechen, statt die Tropfen eigenmächtig abzusetzen.

Lasertherapie: SLT und Laseriridotomie

Bei der selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) wird das Abflussgewebe mit schonenden Laserimpulsen behandelt, damit das Kammerwasser besser abfließt. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten, ist ambulant und schmerzarm. Die britische LiGHT-Studie zeigte, dass SLT als Ersttherapie beim Offenwinkelglaukom mindestens so wirksam sein kann wie Tropfen und vielen Patienten über Jahre Tropfen erspart. Die Wirkung kann mit der Zeit nachlassen; eine Wiederholung ist möglich.

Beim Winkelblock wird eine Laseriridotomie durchgeführt: Ein winziges Loch in der Regenbogenhaut schafft einen Umgehungsweg für das Kammerwasser. Sie wird auch vorbeugend bei sehr engen Kammerwinkeln und am Partnerauge nach einem akuten Anfall eingesetzt.

Operationen

Reichen Tropfen und Laser nicht aus, kommen operative Verfahren infrage:

  • Trabekulektomie: Das klassische Verfahren schafft einen neuen Abflussweg unter die Bindehaut. Es senkt den Druck oft sehr wirksam, erfordert aber intensive Nachsorge.
  • Drainageimplantate: Kleine Röhrchen leiten das Kammerwasser ab, besonders bei schwierigen oder voroperierten Augen.
  • Minimal-invasive Glaukomchirurgie (MIGS): Winzige Implantate oder Eingriffe am Abflussgewebe, oft kombiniert mit einer Kataraktoperation. Sie sind schonender, senken den Druck aber meist weniger stark.
  • Linsenentfernung: Beim Winkelblockglaukom kann der Austausch der eigenen Linse gegen eine dünnere Kunstlinse den Kammerwinkel dauerhaft öffnen; mehr dazu im Ratgeber Grauer Star.

Was Sie selbst tun können

  • Tropfen zuverlässig anwenden; ein fester Zeitpunkt im Tagesablauf oder eine Handy-Erinnerung helfen.
  • Alle Kontrolltermine einhalten, auch wenn Sie keine Veränderung bemerken.
  • Bei jedem anderen Arzt erwähnen, dass Sie ein Glaukom haben – manche Medikamente können den Augendruck beeinflussen oder einen Winkelblock auslösen.
  • Regelmäßige Bewegung ist gesund; extreme Kopf-unten-Positionen bei bestimmten Yogaübungen können den Augendruck kurzfristig erhöhen.
  • Augenübungen senken den Augendruck nicht und können eine Glaukombehandlung nicht ersetzen.

Der akute Glaukomanfall: ein Notfall

Beim akuten Winkelblock wird der Abfluss plötzlich vollständig blockiert, und der Druck steigt innerhalb von Stunden auf sehr hohe Werte. Auslöser können Dunkelheit, Stress oder Medikamente sein, die die Pupille erweitern. Unbehandelt kann der Sehnerv innerhalb kurzer Zeit schwer geschädigt werden.

Warnzeichen eines Glaukomanfalls – sofort in die Augenklinik oder den augenärztlichen Notdienst: plötzliche starke Augen- oder Kopfschmerzen, ein hartes, stark gerötetes Auge, verschwommenes Nebelsehen, farbige Ringe um Lichter, Übelkeit und Erbrechen. Die Beschwerden werden manchmal mit einer Migräne oder einem Magen-Darm-Infekt verwechselt. Warten Sie nicht ab – jede Stunde zählt. Weitere Hinweise finden Sie unter Augennotfälle.

In der Klinik wird der Druck zunächst mit Tropfen, Tabletten oder Infusionen gesenkt. Anschließend folgt eine Laseriridotomie oder eine Linsenoperation, meist auch am anderen Auge zur Vorbeugung.

Leben mit Glaukom

Die Diagnose Glaukom bedeutet nicht zwangsläufig Erblindung. Die meisten Menschen, die ihre Therapie konsequent durchführen, behalten ein gutes Sehvermögen. Ist das Gesichtsfeld bereits eingeschränkt, helfen vergrößernde Sehhilfen, kontrastreiche Beleuchtung und Orientierungstraining. Auch die Fahrtauglichkeit muss bei Gesichtsfeldausfällen geprüft werden.

Wann sollten Sie zum Augenarzt?

  • Ab 40 Jahren zur Glaukomvorsorge, bei familiärer Belastung oder anderen Risikofaktoren gegebenenfalls früher.
  • Wenn Sie bemerken, dass Sie häufiger seitlich anstoßen oder Dinge am Rand übersehen.
  • Wenn Sie Glaukomtropfen nicht vertragen oder die Anwendung schwierig ist.
  • Sofort bei den oben genannten Warnzeichen eines akuten Anfalls oder bei plötzlicher Sehverschlechterung.

Früh erkannt, ist das Glaukom eine gut kontrollierbare chronische Erkrankung. Die wichtigste Maßnahme kostet Sie nur einen Termin: die regelmäßige Untersuchung von Sehnerv und Augendruck.

Häufig gestellte Fragen

Kann man einen Grünen Star selbst bemerken?

Beim häufigen Offenwinkelglaukom meist nicht, zumindest nicht in frühen Stadien. Das zentrale Sehen bleibt lange scharf und Ausfälle am Rand werden vom Gehirn ausgeglichen. Deshalb ist eine augenärztliche Vorsorge ab etwa 40 Jahren so wichtig.

Ist ein erhöhter Augendruck schon ein Glaukom?

Nicht unbedingt. Ein erhöhter Druck ohne Sehnervenschaden heißt okuläre Hypertension und erhöht das Risiko. Ob behandelt wird, hängt vom Ausmaß des Drucks und weiteren Risikofaktoren ab. Umgekehrt kann ein Glaukom auch bei normalem Druck auftreten.

Ist das Glaukom heilbar?

Verlorene Nervenfasern lassen sich nicht wiederherstellen. Mit konsequenter Drucksenkung durch Tropfen, Laser oder Operation lässt sich das Fortschreiten aber bei den meisten Menschen stark bremsen oder aufhalten. Die Behandlung ist daher meist lebenslang.

Muss ich Glaukomtropfen für immer nehmen?

In vielen Fällen ja, solange keine andere Methode den Druck ausreichend senkt. Eine SLT-Laserbehandlung oder Operation kann die Zahl der Tropfen verringern oder sie zeitweise überflüssig machen. Setzen Sie Tropfen niemals eigenmächtig ab.

Ist das Glaukom erblich?

Es gibt eine deutliche familiäre Häufung. Wenn Eltern oder Geschwister betroffen sind, ist Ihr Risiko mehrfach erhöht. Informieren Sie Ihre Augenärztin darüber und lassen Sie sich früher und regelmäßiger untersuchen.

Was ist eine SLT-Laserbehandlung?

Die selektive Lasertrabekuloplastik behandelt das Abflussgewebe im Kammerwinkel mit schonenden Laserimpulsen, damit das Kammerwasser besser abfließt. Sie dauert wenige Minuten, ist ambulant und kann Tropfen ersetzen oder ergänzen. Die Wirkung kann nach einigen Jahren nachlassen und die Behandlung lässt sich wiederholen.

Können Augenübungen den Augendruck senken?

Nein. Es gibt keinen Nachweis, dass Augenübungen den Augeninnendruck senken oder ein Glaukom aufhalten. Sie können der Entspannung dienen, ersetzen aber niemals die ärztlich verordnete Therapie.

Welche Medikamente sind bei engem Kammerwinkel problematisch?

Manche Medikamente, die die Pupille erweitern, können bei engem Kammerwinkel einen Anfall auslösen, etwa bestimmte Mittel gegen Erkältung, Allergien, Reisekrankheit oder Depressionen. Lassen Sie sich bei bekanntem engem Kammerwinkel vor neuen Medikamenten ärztlich beraten.

Quellen
  • World Health Organization – World report on vision (2019)
  • American Academy of Ophthalmology – Primary Open-Angle Glaucoma and Primary Angle Closure Preferred Practice Patterns
  • National Eye Institute – Glaucoma
  • European Glaucoma Society – Terminology and Guidelines for Glaucoma, 5th edition
  • Gazzard G et al. – Laser in Glaucoma and Ocular Hypertension (LiGHT) Trial, The Lancet 2019
  • NHS – Glaucoma and acute angle-closure glaucoma
  • Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) – Patienteninformation Glaukom

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