Augengymnastik

Erkrankungen

Trockene Augen (Sicca-Syndrom): Ursachen und Behandlung

Brennen, Sandkorngefühl, tränende Augen? Erfahren Sie, welche Form des trockenen Auges Sie haben könnten und welche Behandlungsstufen wirklich helfen.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit Redaktion

Trockene Augen gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Augenarztpraxis. Fachleute sprechen vom Syndrom des trockenen Auges oder Sicca-Syndrom (Keratoconjunctivitis sicca). Gemeint ist eine Störung des Tränenfilms und der Augenoberfläche: Entweder wird zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet, oder der Tränenfilm verdunstet zu schnell. Die Folge sind Brennen, Fremdkörpergefühl, Rötung, schwankendes Sehen und paradoxerweise oft tränende Augen. Je nach Studie und Definition sind in Deutschland mehrere Millionen Menschen betroffen, Frauen und ältere Menschen häufiger als Männer und junge Menschen.

Auch wenn trockene Augen selten das Sehvermögen bedrohen, können sie die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – beim Lesen, bei der Bildschirmarbeit, beim Autofahren oder im klimatisierten Büro. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Verständnis der Ursache und einer schrittweisen Behandlung lassen sich die Beschwerden bei den meisten Menschen deutlich lindern. Dieser Ratgeber erklärt die beiden Hauptformen, die typischen Auslöser und die Behandlungsstufen von einfachen Tränenersatzmitteln bis zu modernen Verfahren wie der IPL-Therapie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim trockenen Auge ist der Tränenfilm gestört – durch zu wenig Tränen (wässriger Mangel) oder zu schnelle Verdunstung (meist durch verstopfte Meibom-Drüsen).
  • Die verdunstungsbedingte Form durch Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist am häufigsten; Mischformen sind verbreitet.
  • Typisch sind Brennen, Sandkorngefühl, Rötung, schwankendes Sehen und tränende Augen.
  • Die Behandlung erfolgt stufenweise: Tränenersatz, Lidhygiene und Wärme, entzündungshemmende Tropfen, Tränenpünktchen-Stöpsel und weitere Verfahren.
  • Schmerzen, starke Lichtempfindlichkeit oder Sehverschlechterung gehören zeitnah in augenärztliche Hände.

Wie der Tränenfilm aufgebaut ist

Der Tränenfilm ist hauchdünn, aber erstaunlich komplex. Er besteht vereinfacht aus drei Komponenten, die eng zusammenarbeiten:

  • Schleimschicht (Muzinschicht): Sie liegt direkt auf der Hornhaut und Bindehaut und sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit an der Oberfläche haften kann. Gebildet wird sie von Becherzellen der Bindehaut.
  • Wässrige Schicht: Sie macht den größten Teil des Tränenfilms aus, stammt hauptsächlich aus der Tränendrüse und enthält Nährstoffe, Salze und Abwehrstoffe.
  • Fettschicht (Lipidschicht): Diese äußerste, ölige Schicht wird von den Meibom-Drüsen an den Lidrändern produziert und verhindert, dass die wässrige Schicht zu schnell verdunstet.

Bei jedem Lidschlag wird der Tränenfilm neu verteilt. Wie wichtig das regelmäßige Blinzeln ist, lesen Sie in unserem Artikel Warum Blinzeln so wichtig ist.

Die zwei Hauptformen des trockenen Auges

MerkmalWässriger TränenmangelVerdunstungsbedingtes trockenes Auge
GrundproblemTränendrüse bildet zu wenig FlüssigkeitFettschicht unzureichend, Tränen verdunsten zu schnell
HäufigkeitSeltener als alleinige UrsacheHäufigste Form, oft durch Meibom-Drüsen-Dysfunktion
Typische UrsachenAlter, Hormone, Sjögren-Syndrom, Medikamente, nach AugenlasernVerstopfte Meibom-Drüsen, Blepharitis, seltenes Blinzeln am Bildschirm, Rosazea
Hinweise bei der UntersuchungNiedriger Schirmer-Test, wenig TränenmeniskusKurze Tränenfilmaufrisszeit, verdickte oder verstopfte Drüsenausgänge

Wässriger Tränenmangel

Die Tränendrüse produziert zu wenig Flüssigkeit. Das kommt mit dem Alter häufiger vor, insbesondere nach den Wechseljahren. Eine wichtige Ursache ist das Sjögren-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung, bei der Tränen- und Speicheldrüsen angegriffen werden. Typisch sind dann gleichzeitig trockene Augen und ein trockener Mund. Auch bestimmte Medikamente und Erkrankungen können die Tränenproduktion verringern.

Verdunstungsbedingtes trockenes Auge und Meibom-Drüsen-Dysfunktion

Bei der häufigsten Form wird zwar genug wässrige Flüssigkeit gebildet, sie verdunstet aber zu schnell. Ursache ist meist eine Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD): Die Drüsen an den Lidkanten sondern zu wenig oder zu zähes, trübes Sekret ab, ihre Ausgänge sind verstopft. Häufig besteht gleichzeitig eine Entzündung der Lidränder, die Blepharitis. Auch seltenes oder unvollständiges Blinzeln, etwa bei konzentrierter Bildschirmarbeit, fördert die Verdunstung.

Symptome: So äußern sich trockene Augen

  • Brennen, Stechen oder Jucken
  • Sandkorn- oder Fremdkörpergefühl
  • gerötete Augen, besonders am Abend
  • müde, schwere Augen und Lidrandbeschwerden
  • schwankendes oder verschwommenes Sehen, das sich durch Blinzeln bessert
  • Lichtempfindlichkeit
  • Unverträglichkeit von Kontaktlinsen
  • morgens verklebte Lider oder Schleimfäden
  • vermehrtes Tränen bei Wind, Kälte oder Anstrengung

Dass trockene Augen tränen, erscheint widersprüchlich. Die Erklärung: Die gereizte Augenoberfläche löst eine Reflexträne aus, die zwar viel Wasser, aber wenig Fett und Schleim enthält und daher schnell abläuft, ohne den Tränenfilm zu stabilisieren. Mehr dazu im Artikel Tränende Augen: Ursachen. Eine erste Einschätzung Ihrer Beschwerden bietet unser Selbsttest für trockene Augen; er ersetzt aber keine Untersuchung.

Ursachen und Risikofaktoren

Umwelt und Lebensstil

  • Bildschirmarbeit: Beim konzentrierten Blick auf den Monitor sinkt die Blinzelrate deutlich, und Lidschläge werden unvollständig. Siehe auch Digitale Augenbelastung.
  • Klimaanlage, Heizungsluft, Zugluft, Wind und trockene Luft in Flugzeugen.
  • Kontaktlinsen, besonders bei langen Tragezeiten.
  • Rauchen und Rauch in der Umgebung.
  • Kosmetik am Lidrand, etwa Eyeliner auf der inneren Lidkante, kann die Drüsenausgänge verstopfen.

Körperliche Faktoren und Erkrankungen

  • höheres Lebensalter und hormonelle Veränderungen, besonders in und nach den Wechseljahren
  • Autoimmunerkrankungen wie Sjögren-Syndrom, rheumatoide Arthritis oder Lupus
  • Hauterkrankungen wie Rosazea, die häufig mit Meibom-Drüsen-Dysfunktion einhergeht
  • Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere die endokrine Orbitopathie
  • unvollständiger Lidschluss, etwa nach Gesichtslähmung oder Lidoperationen
  • Zustand nach refraktiver Laserchirurgie, die vorübergehend die Hornhautnerven beeinträchtigt

Medikamente

Zahlreiche Medikamente können trockene Augen verstärken, darunter bestimmte Antihistaminika, Antidepressiva, Betablocker, harntreibende Mittel, Isotretinoin gegen Akne, hormonelle Präparate und konservierungsmittelhaltige Augentropfen bei Dauergebrauch. Setzen Sie verordnete Medikamente nie eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Ärztin über mögliche Alternativen. Einen Überblick gibt unser Ratgeber Medikamente und Augen.

Diagnose: Was der Augenarzt untersucht

  1. Gespräch und Fragebogen zu Beschwerden, Medikamenten, Bildschirmzeit und Allgemeinerkrankungen.
  2. Spaltlampenuntersuchung von Lidrändern, Meibom-Drüsen, Bindehaut und Hornhaut.
  3. Tränenfilmaufrisszeit (BUT): Nach Gabe eines gelben Farbstoffs (Fluorescein) wird gemessen, wie schnell der Tränenfilm aufreißt.
  4. Anfärbung der Augenoberfläche zeigt kleine Oberflächenschäden.
  5. Schirmer-Test: Ein Papierstreifen im Bindehautsack misst die Tränenmenge.
  6. Ausdrücken der Meibom-Drüsen, um Menge und Beschaffenheit des Sekrets zu beurteilen; bei Bedarf Aufnahmen der Drüsen (Meibografie).

Behandlung Schritt für Schritt

Internationale Empfehlungen, etwa der Tear Film and Ocular Surface Society (TFOS DEWS II), sehen ein stufenweises Vorgehen vor. Die Schritte werden kombiniert und je nach Erfolg erweitert.

Stufe 1: Grundlagen und Tränenersatz

  • Tränenersatzmittel: Künstliche Tränen in Form von Tropfen, Gelen oder nächtlichen Salben befeuchten die Augenoberfläche. Bei häufiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Präparate empfehlenswert. Lipidhaltige Tropfen oder Sprays eignen sich besonders bei verdunstungsbedingtem trockenem Auge. Hilfe bei der Auswahl bietet unser Artikel Künstliche Tränen richtig auswählen.
  • Umgebung anpassen: Luftbefeuchter, Zugluft vermeiden, Gebläse im Auto nicht ins Gesicht richten.
  • Bildschirmgewohnheiten: Bewusst blinzeln, regelmäßige Pausen nach der 20-20-20-Regel, Monitor etwas unter Augenhöhe aufstellen.
  • Ernährung und Trinken: Ausreichend trinken ist sinnvoll. Zu Omega-3-Fettsäuren ist die Studienlage uneinheitlich: Die große DREAM-Studie fand keinen Vorteil gegenüber Placebo.

Stufe 2: Lidhygiene und Wärme

Bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist die Lidpflege der wichtigste Baustein. Warme Kompressen weichen das verhärtete Fett in den Drüsen auf, die anschließende Massage hilft, es herauszudrücken.

  1. Eine warme, nicht heiße Kompresse oder eine spezielle Wärmemaske für etwa 5 bis 10 Minuten auf die geschlossenen Lider legen.
  2. Danach die Lider sanft massieren: Das obere Lid von oben zum Lidrand, das untere von unten zum Lidrand hin ausstreichen.
  3. Die Lidkanten mit einem feuchten Tuch, verdünntem Babyshampoo oder speziellen Lidreinigungstüchern säubern.
  4. Diese Routine täglich, bei akuten Beschwerden zweimal täglich, über Wochen konsequent durchführen.

Eine Anleitung zur Wärmebehandlung finden Sie in unserer Übung Warme Kompresse.

Stufe 3: Entzündungshemmende Therapie

Hält die Entzündung der Augenoberfläche an, kann der Augenarzt entzündungshemmende Augentropfen verordnen. Dazu gehören Präparate mit Ciclosporin, das die Immunreaktion an der Augenoberfläche dämpft. In den USA ist zusätzlich Lifitegrast zugelassen, das in Deutschland derzeit nicht regulär erhältlich ist. Kurzzeitig können milde Kortisontropfen eingesetzt werden, allerdings nur unter ärztlicher Kontrolle wegen möglicher Nebenwirkungen wie Augendruckanstieg. Bei ausgeprägter Meibom-Drüsen-Dysfunktion oder Rosazea kommen manchmal antibiotische Präparate mit entzündungshemmender Wirkung zum Einsatz. Dosis und Dauer bestimmt immer die Ärztin.

Stufe 4: Tränenpünktchen-Stöpsel und Verfahren in der Praxis

  • Punctum Plugs: Kleine Stöpsel aus Silikon oder sich auflösendem Material verschließen die Tränenpünktchen im Lidwinkel. So bleibt die vorhandene Tränenflüssigkeit länger auf dem Auge. Sie eignen sich vor allem bei wässrigem Tränenmangel.
  • Intense Pulsed Light (IPL): Lichtimpulse auf die Haut unter den Augen sollen Entzündungen und erweiterte Gefäße verringern und die Funktion der Meibom-Drüsen verbessern. Studien zeigen bei MDD positive Effekte; die Behandlung wird meist selbst bezahlt.
  • Thermische Pulsationsbehandlung und professionelles Ausdrücken der Drüsen in der Praxis.
  • Behandlung von Demodex-Milben am Lidrand, falls nachgewiesen.

Stufe 5: Schwere Fälle

Bei sehr schweren Verläufen kommen Augentropfen aus dem eigenen Blutserum (Eigenserum), spezielle Kontaktlinsen (Sklerallinsen), Amnionmembran-Auflagen oder operative Verfahren zum Lidschluss infrage. Diese Behandlungen gehören in spezialisierte Zentren.

Geduld lohnt sich: Viele Maßnahmen, insbesondere die Lidhygiene und entzündungshemmende Tropfen, wirken erst nach mehreren Wochen. Führen Sie ein kurzes Beschwerdetagebuch, um Fortschritte zu erkennen.

Besondere Situationen

Büro, Reisen und Flugzeug

In klimatisierten Großraumbüros und in der Flugzeugkabine ist die Luftfeuchtigkeit oft sehr niedrig. Stellen Sie, wenn möglich, einen kleinen Luftbefeuchter auf den Schreibtisch, richten Sie Lüftungsdüsen vom Gesicht weg und nehmen Sie auf Flüge konservierungsmittelfreie Tränenersatz-Einzeldosen mit. Auf Langstreckenflügen ist es oft angenehmer, statt Kontaktlinsen eine Brille zu tragen.

Kontaktlinsen

Wer Kontaktlinsen trägt und unter trockenen Augen leidet, profitiert häufig von Tageslinsen, kürzeren Tragezeiten und speziellen Benetzungstropfen, die für Kontaktlinsen geeignet sind. Eine erneute Anpassung mit einem anderen Material kann ebenfalls helfen.

Nach Augenlaser-Operationen

Nach LASIK oder ähnlichen Verfahren sind trockene Augen in den ersten Monaten häufig, weil Hornhautnerven vorübergehend durchtrennt werden. Meist bessert sich das im Laufe von Monaten. Wer bereits vorher ausgeprägt trockene Augen hat, sollte das vor einer solchen Operation unbedingt mit dem Operateur besprechen.

Was Augenübungen leisten können – und was nicht

Bewusstes, vollständiges Blinzeln und regelmäßige Pausen sind sinnvoll, weil sie den Tränenfilm verteilen und die Meibom-Drüsen aktivieren. Eine Anleitung bietet die Übung Blinzeltraining. Augenübungen heilen jedoch keine Autoimmunerkrankung und ersetzen keine medizinische Behandlung einer schweren Entzündung.

Wann zum Augenarzt?

Leichte, gelegentliche Beschwerden lassen sich oft mit Tränenersatz und angepassten Gewohnheiten gut kontrollieren. Halten die Beschwerden aber mehrere Wochen an, verschlechtern sich oder stören Ihren Alltag, sollten Sie die Ursache augenärztlich abklären lassen. Das gilt besonders bei gleichzeitig trockenem Mund, Gelenkbeschwerden oder Hautveränderungen im Gesicht.

Bitte zeitnah oder notfallmäßig zum Augenarzt bei starken Augenschmerzen, deutlicher Sehverschlechterung, ausgeprägter Lichtscheu, einem weißlichen Fleck auf der Hornhaut, eitrigem Ausfluss oder wenn Sie Kontaktlinsenträger sind und das Auge plötzlich schmerzt und rot wird. Das können Zeichen einer Hornhautentzündung oder eines Hornhautgeschwürs sein. Mehr unter Hornhautgeschwüre und Augeninfektionen.

Trockene Augen sind meist eine chronische Erkrankung, die Aufmerksamkeit über längere Zeit verlangt. Wer die Ursache kennt und die passenden Maßnahmen konsequent umsetzt, kann aber in den allermeisten Fällen wieder beschwerdearm lesen, arbeiten und den Alltag genießen.

Häufig gestellte Fragen

Warum tränen meine Augen, wenn sie doch trocken sind?

Die gereizte Augenoberfläche löst Reflextränen aus. Diese enthalten viel Wasser, aber zu wenig Fett und Schleim und laufen daher schnell ab, ohne den Tränenfilm zu stabilisieren. Tränende Augen sind deshalb ein häufiges Symptom trockener Augen.

Welche künstlichen Tränen sind die besten?

Das hängt von der Ursache ab. Bei häufiger Anwendung sind konservierungsmittelfreie Tropfen empfehlenswert. Bei verdunstungsbedingtem trockenem Auge helfen oft lipidhaltige Präparate, nachts eignen sich Gele oder Salben.

Wie oft darf ich Tränenersatzmittel verwenden?

Konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel können in der Regel nach Bedarf auch mehrmals täglich angewendet werden. Wenn Sie sie sehr häufig brauchen, sollten Sie die Ursache augenärztlich abklären lassen. Konservierte Präparate eignen sich weniger für den Dauergebrauch.

Hilft eine warme Kompresse wirklich?

Bei Meibom-Drüsen-Dysfunktion ja. Die Wärme verflüssigt das zähe Drüsensekret, die anschließende Lidmassage hilft beim Entleeren der Drüsen. Wichtig ist die tägliche Anwendung über mehrere Wochen.

Können Kontaktlinsen trockene Augen verursachen?

Kontaktlinsen können den Tränenfilm stören und trockene Augen verstärken, besonders bei langen Tragezeiten. Kürzere Tragezeiten, Tageslinsen, geeignete Linsenmaterialien und befeuchtende Tropfen können helfen. Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt oder Kontaktlinsenanpasser beraten.

Helfen Omega-3-Kapseln gegen trockene Augen?

Die Studienlage ist uneinheitlich. Die große DREAM-Studie zeigte keinen Vorteil von Omega-3-Fettsäuren gegenüber Placebo. Eine fischreiche Ernährung ist dennoch gesund, Kapseln sind aber keine gesicherte Therapie.

Was sind Punctum Plugs?

Das sind winzige Stöpsel, die in die Tränenpünktchen im inneren Lidwinkel eingesetzt werden. Sie verringern den Abfluss der Tränen, sodass mehr Flüssigkeit auf dem Auge bleibt. Sie eignen sich vor allem bei wässrigem Tränenmangel.

Sind trockene Augen heilbar?

Trockene Augen sind oft eine chronische Erkrankung, die sich nicht dauerhaft heilen, aber gut kontrollieren lässt. Mit der passenden Kombination aus Tränenersatz, Lidhygiene und gegebenenfalls entzündungshemmender Therapie werden die meisten Betroffenen deutlich beschwerdeärmer.

Quellen
  • Tear Film and Ocular Surface Society – TFOS DEWS II Report (2017)
  • American Academy of Ophthalmology – Dry Eye Syndrome Preferred Practice Pattern
  • National Eye Institute – Dry Eye
  • Dry Eye Assessment and Management (DREAM) Study Research Group – N Engl J Med 2018
  • NHS – Dry eyes
  • Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft und Berufsverband der Augenärzte – Leitlinie Trockenes Auge

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