Augengymnastik

Fehlsichtigkeiten

Kurzsichtigkeit (Myopie): Ursachen, Verlauf und Myopie-Management

Kurzsichtigkeit nimmt weltweit zu. Erfahren Sie, warum sie entsteht, warum sie bei Kindern besondere Aufmerksamkeit verdient und welche Methoden ihr Fortschreiten nachweislich bremsen.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026 7 Min. Lesezeit Redaktion

Wer kurzsichtig ist, sieht nahe Dinge scharf, ferne dagegen verschwommen: Die Tafel in der Schule, Verkehrsschilder oder Gesichter auf der anderen Straßenseite verschwimmen. Kurzsichtigkeit (Myopie) ist die häufigste Fehlsichtigkeit bei Kindern und jungen Erwachsenen – und sie wird fast überall häufiger. In Teilen Ostasiens ist inzwischen die große Mehrheit junger Erwachsener kurzsichtig. Forschende haben auf Basis aktueller Trends hochgerechnet, dass bis 2050 rund die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein könnte.

Für viele ist Kurzsichtigkeit einfach eine Frage der richtigen Brille. Doch je stärker sie ausgeprägt ist, desto höher wird im Laufe des Lebens das Risiko für ernste Augenerkrankungen. Deshalb geht es heute nicht mehr nur um Korrektur, sondern bei Kindern auch darum, das Fortschreiten zu bremsen. Dieser Ratgeber erklärt Ursachen, Verlauf, Risiken und die wissenschaftlich belegten Möglichkeiten des Myopie-Managements.

Das Wichtigste in Kürze

  • Meist ist bei Kurzsichtigkeit der Augapfel zu lang; das Licht bündelt sich vor der Netzhaut.
  • Sie beginnt typischerweise im Schulalter und nimmt meist bis zum späten Teenager- oder frühen Erwachsenenalter zu.
  • Gene und Umwelt spielen zusammen; Zeit im Freien bei Tageslicht ist einer der am besten belegten Schutzfaktoren.
  • Hohe Kurzsichtigkeit (meist ab etwa −6 Dioptrien) erhöht das Risiko für Netzhautablösung, myope Makulopathie, Glaukom und Grauen Star.
  • Niedrig dosierte Atropin-Augentropfen, spezielle Brillengläser, Ortho-K und bestimmte weiche Kontaktlinsen können das Fortschreiten bei Kindern verlangsamen.
  • Augenübungen heilen Kurzsichtigkeit nicht.

Was bei Kurzsichtigkeit im Auge passiert

In einem normalsichtigen Auge bündeln Hornhaut und Linse das Licht ferner Gegenstände genau auf der Netzhaut. Bei Kurzsichtigkeit liegt dieser Brennpunkt davor. In den allermeisten Fällen liegt das daran, dass der Augapfel zu lang gewachsen ist (Achsenmyopie). Schon ein Millimeter mehr Länge entspricht etwa drei Dioptrien Kurzsichtigkeit. Seltener ist die Brechkraft von Hornhaut oder Linse zu stark (Brechungsmyopie), etwa beim Keratokonus oder bei beginnendem Grauen Star.

Je näher ein Gegenstand ist, desto weiter hinten würde sein Bild liegen. Darum sehen Kurzsichtige in der Nähe scharf – ein Mensch mit −3 Dioptrien zum Beispiel bis etwa 33 Zentimeter ohne Brille. Einen Überblick über alle Fehlsichtigkeiten bietet der Ratgeber Fehlsichtigkeiten erklärt.

Typische Anzeichen

  • Unscharfes Sehen in der Ferne, etwa an der Tafel, beim Fernsehen oder im Straßenverkehr
  • Zusammenkneifen der Augen, um schärfer zu sehen
  • Sehr nahes Herangehen an Bildschirme oder Bücher
  • Kopfschmerzen oder müde Augen nach längerem Blick in die Ferne
  • Schlechteres Sehen bei Dämmerung und nachts (oft als „Nachtmyopie“ verstärkt)

Ursachen: Gene und Lebensstil

Erbliche Veranlagung

Kinder kurzsichtiger Eltern werden deutlich häufiger selbst kurzsichtig, besonders wenn beide Eltern betroffen sind. Es sind Hunderte Genvarianten bekannt, die das Augenwachstum beeinflussen, jede mit kleinem Effekt. Die Gene allein erklären aber nicht, warum die Kurzsichtigkeit innerhalb weniger Generationen so stark zugenommen hat – dafür ist die Umwelt entscheidend.

Umweltfaktoren

  • Wenig Zeit im Freien: Kinder, die viel draußen bei Tageslicht sind, werden seltener kurzsichtig. Vermutet wird ein Zusammenhang mit der hohen Lichtintensität im Freien und der Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin in der Netzhaut, der das Augenlängenwachstum bremst.
  • Viel Naharbeit: Langes Lesen, Lernen und Arbeiten an Bildschirmen in kurzem Abstand ist mit einem höheren Risiko verbunden, wenn auch weniger stark als der Mangel an Tageslicht.
  • Intensive Bildung: Je länger und intensiver die schulische Ausbildung, desto häufiger ist Kurzsichtigkeit – ein Befund, der sich weltweit zeigt.

Warum diese Faktoren so stark wirken, erklärt der Artikel Warum Kurzsichtigkeit weltweit zunimmt. Ein verbreiteter Irrtum ist übrigens, dass das Lesen bei schlechtem Licht kurzsichtig macht – dafür gibt es keine guten Belege.

Kurzsichtigkeit bei Kindern: der Verlauf

Die meisten Kinder kommen leicht weitsichtig zur Welt. Mit dem Wachstum gleichen sich Augenlänge und Brechkraft an (Emmetropisierung). Bei kurzsichtigen Kindern wächst das Auge über dieses Ziel hinaus weiter in die Länge. Typischerweise beginnt die Kurzsichtigkeit zwischen sechs und zwölf Jahren und nimmt dann jährlich zu – bei jüngeren Kindern meist schneller als bei älteren. Erst im späten Teenageralter oder Anfang 20 stabilisieren sich die Werte in der Regel.

Daraus folgt eine wichtige Regel: Je früher die Kurzsichtigkeit beginnt, desto stärker wird sie am Ende meist ausfallen. Ein Kind, das schon mit sechs oder sieben Jahren kurzsichtig wird, hat ein deutlich höheres Risiko für eine hohe Myopie als ein Jugendlicher, der erst mit 15 eine leichte Brille braucht.

AusprägungWerte (Richtwert)Bedeutung
Leichte Myopiebis etwa −3 dptmeist gut korrigierbar, geringes Zusatzrisiko
Mittlere Myopieetwa −3 bis −6 dptRisiko für Netzhautprobleme bereits erhöht
Hohe Myopieab etwa −6 dptdeutlich erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen, regelmäßige Netzhautkontrollen ratsam

Jede Dioptrie zählt: Studien zeigen, dass schon das Verhindern einer einzigen zusätzlichen Dioptrie das Risiko für eine spätere myope Makulopathie messbar senkt. Deshalb lohnt sich das Bremsen auch dann, wenn die Kurzsichtigkeit nicht ganz aufgehalten werden kann.

Hohe Kurzsichtigkeit: warum sie mehr als ein Brillenproblem ist

Ein stark verlängertes Auge ist wie ein überdehnter Ballon: Netzhaut, Aderhaut und Lederhaut werden dünner und gedehnt. Das erhöht das Risiko für mehrere Erkrankungen, die auch mit Brille oder Laser nicht verschwinden, weil die Augenlänge bleibt:

  • Netzhautablösung: Die gedehnte Netzhaut reißt leichter ein. Warnzeichen wie Lichtblitze und neue schwarze Punkte sind ein Notfall. Mehr dazu im Ratgeber zur Netzhautablösung.
  • Myope Makulopathie: Degenerative Veränderungen an der Stelle des schärfsten Sehens, teils mit Gefäßneubildungen. Sie ist in einigen Ländern eine führende Ursache für Sehbehinderung.
  • Grüner Star (Glaukom): Kurzsichtige haben ein erhöhtes Risiko für das Offenwinkelglaukom.
  • Grauer Star (Katarakt): Er tritt bei hoher Myopie oft früher auf.

Menschen mit hoher Kurzsichtigkeit sollten daher ihre Netzhaut regelmäßig augenärztlich untersuchen lassen, auch wenn sie gut sehen.

Myopie-Management: das Fortschreiten bei Kindern bremsen

Eine normale Brille korrigiert die Kurzsichtigkeit, bremst sie aber nicht. Inzwischen gibt es mehrere Methoden mit guter wissenschaftlicher Grundlage, die das Längenwachstum des Auges bei Kindern verlangsamen. Keine davon stoppt die Myopie vollständig oder macht sie rückgängig. Welche Option passt, entscheiden Augenärztin oder Augenarzt gemeinsam mit der Familie – abhängig von Alter, Ausgangswert, Fortschrittsgeschwindigkeit und Alltag des Kindes.

MethodeWie sie wirktWas zu beachten ist
Niedrig dosierte Atropin-AugentropfenWirkmechanismus nicht ganz geklärt; bremsen das Augenwachstumabends getropft, ärztlich verordnet; mögliche leichte Lichtempfindlichkeit oder Nahunschärfe
Myopie-Brillengläser (z. B. DIMS, HAL)zentrale Korrektur plus Zonen mit peripherer Defokussierungeinfach anzuwenden, müssen konsequent viele Stunden täglich getragen werden
Orthokeratologie (Ortho-K)formstabile Linsen, die nachts die Hornhaut sanft umformentagsüber ohne Sehhilfe; strikte Hygiene wegen Infektionsrisiko
Weiche Myopie-Kontaktlinsen (z. B. MiSight)Tageslinsen mit Zonen peripherer Defokussierungfür Kinder ab etwa acht bis zwölf Jahren geeignet, wenn sie Linsen sicher handhaben
Zeit im Freienhelles Tageslicht wirkt vor allem vorbeugendkostenlos, ergänzend zu allen anderen Methoden

Niedrig dosiertes Atropin

Atropin-Augentropfen in stark verdünnter Form sind eine der am besten untersuchten Methoden. Große Studien wie ATOM aus Singapur und LAMP aus Hongkong haben gezeigt, dass sie das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verlangsamen können, wobei höhere Konzentrationen meist stärker wirken, aber auch mehr Nebenwirkungen wie Blendempfindlichkeit haben. Die Ergebnisse späterer Studien in anderen Bevölkerungsgruppen waren teils weniger eindeutig, sodass die Wirksamkeit von Kind zu Kind und je nach Konzentration variiert. In Deutschland sind inzwischen zugelassene Präparate verfügbar; früher wurden die Tropfen in Apotheken individuell hergestellt. Konzentration, Dauer und Kontrollen legt ausschließlich die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt fest.

Spezielle Brillengläser: DIMS und HAL

Myopie-Brillengläser korrigieren in der Mitte die Kurzsichtigkeit ganz normal. Um diese Zone herum sind viele kleine Linsensegmente eingearbeitet, die Licht in der Netzhautperipherie vor die Netzhaut lenken. Dieses Signal scheint das Längenwachstum des Auges zu bremsen. Für Gläser mit der DIMS-Technologie (Defocus Incorporated Multiple Segments) und mit HAL-Technologie (Highly Aspherical Lenslets) zeigten randomisierte Studien eine deutliche Verlangsamung im Vergleich zu normalen Einstärkengläsern. Voraussetzung ist, dass das Kind die Brille den ganzen Tag trägt.

Orthokeratologie

Bei der Ortho-K trägt das Kind nachts speziell geformte formstabile Kontaktlinsen, die die Hornhautmitte vorübergehend abflachen. Tagsüber sieht es dann ohne Sehhilfe scharf. Gleichzeitig entsteht in der Peripherie eine Defokussierung, die das Augenwachstum bremst. Studien zeigen eine Verlangsamung des Längenwachstums. Wegen des Risikos von Hornhautinfektionen sind sorgfältige Anpassung, regelmäßige Kontrollen und strikte Hygiene unverzichtbar.

Weiche Myopie-Kontaktlinsen

Spezielle weiche Tageslinsen wie MiSight besitzen ringförmige Zonen, die periphere Defokussierung erzeugen. In einer mehrjährigen randomisierten Studie bremsten sie das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit und das Augenlängenwachstum deutlich. Da es Tageslinsen sind, ist die Hygiene einfacher als bei Monatslinsen. Grundlagen zur sicheren Nutzung beschreibt der Ratgeber zu Kontaktlinsen.

Kombinationen

Teilweise werden Methoden kombiniert, etwa Atropin mit Ortho-K oder mit Myopie-Brillengläsern. Erste Studien deuten auf einen zusätzlichen Effekt hin. Ob eine Kombination sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab.

Tageslicht: die einfachste Vorbeugung

Zeit im Freien ist die am besten belegte Maßnahme, um das Auftreten von Kurzsichtigkeit zu verzögern. In Studien aus Taiwan und China wurde Kindern zusätzliche Zeit draußen ermöglicht, zum Beispiel durch Pausen im Freien. In diesen Gruppen wurden weniger Kinder neu kurzsichtig. Expertinnen und Experten empfehlen häufig etwa zwei Stunden Tageslicht pro Tag. Auch Schatten unter Bäumen oder bewölkter Himmel ist um ein Vielfaches heller als ein Klassenzimmer.

Praktische Tipps für den Alltag: den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad, Hausaufgabenpausen draußen, Spielplatz statt Tablet, Wochenendausflüge in die Natur. Bei Naharbeit hilft die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten für 20 Sekunden in etwa sechs Meter Entfernung schauen. Mehr dazu im Artikel Zeit im Freien als Schutz vor Kurzsichtigkeit.

Korrektur bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen sind die Werte meist stabil. Zur Korrektur stehen Brille, Kontaktlinsen und – bei stabilen Werten und geeigneter Hornhaut – Laserverfahren wie LASIK, SMILE oder PRK zur Verfügung. Bei hoher Kurzsichtigkeit kommen auch implantierbare Linsen infrage. Wichtig: Eine Operation korrigiert die Optik, verkürzt aber nicht das Auge. Das erhöhte Risiko für Netzhauterkrankungen bleibt bestehen, und regelmäßige Kontrollen sind weiter nötig.

Augenübungen heilen keine Kurzsichtigkeit. Die Ursache ist die Länge des Augapfels, und die lässt sich durch Training nicht verkürzen. Angebote, die das Gegenteil versprechen – einschließlich der Bates-Methode –, sind wissenschaftlich nicht belegt. Entspannungsübungen können bei müden Augen angenehm sein, ersetzen aber weder Brille noch Myopie-Management. Was die Forschung zu Augenübungen sagt, lesen Sie im Artikel Was die Wissenschaft wirklich über Augenübungen sagt.

Wann Sie zum Augenarzt sollten

Lassen Sie Kinder augenärztlich untersuchen, wenn sie die Augen zusammenkneifen, sehr nah an Bildschirme gehen, über unscharfes Sehen an der Tafel klagen oder wenn beide Eltern kurzsichtig sind. Kurzsichtige Kinder sollten mindestens einmal jährlich kontrolliert werden, bei Myopie-Management oft häufiger, damit die Wirkung über Refraktion und Augenlängenmessung überprüft werden kann. Erwachsene mit hoher Kurzsichtigkeit brauchen regelmäßige Untersuchungen der Netzhaut.

Sofort in die Augenklinik bei plötzlich auftretenden Lichtblitzen, einem Schwarm neuer schwarzer Punkte oder „Rußregen“, einem Schatten oder Vorhang, der sich vom Rand her ausbreitet, oder plötzlich verzerrtem oder verschwommenem zentralem Sehen. Kurzsichtige – besonders hochgradig Kurzsichtige – haben ein erhöhtes Risiko für Netzhautablösung und Gefäßneubildungen an der Makula. Rasche Behandlung kann das Sehvermögen retten.

Häufig gestellte Fragen

Kann Kurzsichtigkeit wieder verschwinden?

In der Regel nicht, da das Auge zu lang gewachsen ist und nicht wieder kürzer wird. Brille, Kontaktlinsen oder eine Operation können die Unschärfe korrigieren. Im Alter kann sich die Kurzsichtigkeit durch Veränderungen der Linse etwas verschieben.

Ab wann ist man stark kurzsichtig?

Als hohe Myopie gilt meist eine Kurzsichtigkeit ab etwa −6 Dioptrien oder eine Augenlänge von über 26 Millimetern. Ab diesem Bereich steigt das Risiko für Netzhautablösung und Makulaschäden deutlich, weshalb regelmäßige Netzhautkontrollen ratsam sind.

Verschlechtert das Tragen einer Brille die Kurzsichtigkeit?

Nein. Eine korrekt angepasste Brille verstärkt die Kurzsichtigkeit nicht. Auch eine bewusste Unterkorrektur bremst die Myopie nicht, sondern kann sie Studien zufolge sogar eher beschleunigen. Kinder sollten deshalb voll korrigiert werden.

Ab welchem Alter ist Myopie-Management sinnvoll?

Sobald eine fortschreitende Kurzsichtigkeit bei einem Kind festgestellt wird, typischerweise im Grundschulalter. Je früher die Myopie beginnt, desto mehr lohnt sich das Bremsen. Die Wahl der Methode trifft die Augenärztin oder der Augenarzt mit der Familie.

Wie viel Zeit im Freien brauchen Kinder?

Häufig werden etwa zwei Stunden Tageslicht pro Tag empfohlen, verteilt über den Tag. Entscheidend ist die Helligkeit im Freien, nicht unbedingt Sport. Auch Aufenthalte im Schatten sind hilfreich, Sonnenschutz sollte dennoch beachtet werden.

Verursachen Bildschirme Kurzsichtigkeit?

Viel Zeit am Bildschirm ist mit einem höheren Myopierisiko verbunden, vermutlich wegen der langen Naharbeit und weil sie Zeit im Freien verdrängt. Der Effekt scheint aber geringer zu sein als der Schutz durch Tageslicht. Pausen und ausreichend Abstand sind sinnvoll.

Hilft eine Laser-OP auch gegen die Risiken hoher Kurzsichtigkeit?

Nein. Der Laser verändert nur die Hornhaut, das Auge bleibt so lang wie zuvor. Das erhöhte Risiko für Netzhautablösung, Glaukom und Makulaschäden bleibt bestehen. Regelmäßige Netzhautkontrollen sind daher weiterhin wichtig.

Was kostet Myopie-Management in Deutschland?

Myopie-Brillengläser, Ortho-K, Myopie-Kontaktlinsen und Atropin-Tropfen werden von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht oder nur teilweise übernommen. Die Kosten unterscheiden sich je nach Methode deutlich. Informieren Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse und Ihrer Augenarztpraxis.

Quellen
  • World Health Organization – The impact of myopia and high myopia (Report of the Joint WHO–Brien Holden Vision Institute Global Scientific Meeting, 2015)
  • Holden BA et al. – Global prevalence of myopia and high myopia and temporal trends from 2000 through 2050, Ophthalmology (2016)
  • International Myopia Institute (IMI) – White papers on myopia definitions, interventions and clinical management
  • Yam JC et al. – Low-Concentration Atropine for Myopia Progression (LAMP) Study, Ophthalmology (2019)
  • Chia A et al. – Atropine for the treatment of childhood myopia (ATOM2), Ophthalmology (2012)
  • Lam CSY et al. – Defocus Incorporated Multiple Segments (DIMS) spectacle lenses slow myopia progression, British Journal of Ophthalmology (2020)
  • Bao J et al. – Spectacle lenses with aspherical lenslets for myopia control, JAMA Ophthalmology (2022)
  • Chamberlain P et al. – A 3-year randomized clinical trial of MiSight lenses for myopia control, Optometry and Vision Science (2019)
  • Wu PC et al. – Outdoor activity during class recess reduces myopia onset and progression in school children, Ophthalmology (2013)
  • Bullimore MA, Brennan NA – Myopia control: why each diopter matters, Optometry and Vision Science (2019)
  • Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) und BVA – Stellungnahme zur Therapie der Myopieprogression

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