Augengymnastik

Folgebewegungen

Springender Ball

Ein Ball prallt von den Bildschirmrändern ab – folgen Sie ihm mit den Augen. Spielerisch, auch für Kinder.

  • 60 Sekunden
  • Mittel

Setzen Sie sich etwa eine Armlänge vom Bildschirm entfernt. Halten Sie den Kopf still und bewegen Sie nur die Augen.

Bei dieser Übung springt ein leuchtender Ball über den Bildschirm und prallt von den Rändern ab – wie in einem alten Videospiel. Sie halten den Kopf still und folgen dem Ball mit den Augen. Weil er an jedem Rand die Richtung wechselt, ist die Bahn weniger vorhersehbar als bei Kreisen oder Achten. Tempo, Dauer und Vollbild lassen sich einstellen, und eine Blinzel-Erinnerung erscheint zwischendurch.

Die Übung fordert die Aufmerksamkeit: Die Augen müssen nach jedem Abprall schnell die neue Richtung aufnehmen und dem Ball weiter gleichmäßig folgen. Gerade Kinder mögen diese Übung, weil sie sich wie ein Spiel anfühlt. Für Erwachsene ist sie eine lebendige Abwechslung zu den ruhigeren Formübungen. Sie ist Bestandteil unseres Kinderprogramms, das immer unter Aufsicht durchgeführt werden sollte.

Bitte beachten Sie: Die Übung macht Spaß und lockert, sie verbessert aber keine Fehlsichtigkeit. Bei Kindern ist mehr Zeit im Freien nachweislich ein wichtiger Schutzfaktor gegen Kurzsichtigkeit – eine Bildschirmübung kann das nicht ersetzen. Halten Sie die Übungszeit daher kurz.

So geht’s

  1. Setzen Sie sich mittig vor den Bildschirm und wählen Sie Tempo und Dauer.
  2. Starten Sie den Countdown und halten Sie den Kopf ruhig.
  3. Folgen Sie dem Ball mit den Augen, auch wenn er die Richtung wechselt.
  4. Versuchen Sie, nach jedem Abprall sofort wieder beim Ball zu sein.
  5. Blinzeln Sie bei der Erinnerung.
  6. Schauen Sie danach 20 Sekunden in die Ferne.

Wobei es hilft

  • Spielerische Übung, die Kindern und Erwachsenen Spaß macht
  • Fordert Aufmerksamkeit bei unerwarteten Richtungswechseln
  • Lockert die Augen nach Bildschirmarbeit
  • Bringt Abwechslung in eine Übungsroutine

Tipps

  • Für Kinder eignet sich ein langsames Tempo und eine Dauer von unter einer Minute.
  • Lassen Sie Kinder laut „Bumm“ sagen, wenn der Ball abprallt.
  • Kombinieren Sie die Übung mit Bewegung im Freien statt mit mehr Bildschirmzeit.

Achtung: Bei Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit aufhören. Kinder sollten nur unter Aufsicht üben; bei Schielen oder Sehproblemen ist eine augenärztliche Untersuchung wichtiger als jede Übung.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter eignet sich die Übung?

Etwa ab dem Schulalter, wenn Kinder Anweisungen gut folgen können. Kurze Einheiten unter Aufsicht sind ideal.

Hilft der springende Ball gegen Kurzsichtigkeit bei Kindern?

Nein. Gut belegt ist dagegen, dass Zeit im Tageslicht im Freien das Risiko für Kurzsichtigkeit senkt.

Warum ist die Bahn nicht vorhersehbar?

Der Ball prallt an verschiedenen Stellen ab. Das hält die Aufmerksamkeit wach und macht die Übung lebendiger.